Hochschulwettbewerb 2013

 

Gewinner 2014

Die besten Wissenschaftsvideos

Die Jury hat getagt. Eure Fans haben fleißig gevotet. Und was kommt jetzt? Richtig, ihr wollt sicher wissen wer bei Fast Forward Science 2014, dem Webvideo-Wettbewerb für die Wissenschaft, gewonnen hat...

Und hier kommen eure Champions:

Substanz
Scitainment
Community Award
Super Fast

>>Kategorie Substanz

Damit ein Webvideo einen Preis in der Kategorie Substanz ergattern kann, muss die fundierte Vermittlung von Wissenschaft und Forschung im Vordergrund stehen, aber trotzdem sollte es unterhaltsam bleiben. Der Inhalt sollte möglichst objektiv dargestellt und gründlich recherchiert werden!

1. Platz: Glacial Mystery

Wenn 86 Jahre nach dem Verschwinden von vier Bergsteigern ihre sterblichen Überreste am Fuße des Grossen Aletschgletschers fernab ihrer Route auftauchen, wirft das Fragen auf. Wo verschwanden die Wanderer und was war die Ursache dafür? Das Forscherteam von der FU Berlin und der ETH Zürich macht in dem Video erlebbar, dass Wissenschaft zur Beantwortung solcher Fragen manchmal detektivischen Spürsinn erfordert. Zum Beispiel, wenn es darum geht, Wetterdaten, Augenzeugenberichte und Gesetze der Fließgeschwindigkeit des Eises derart zu kombinieren, dass man den Ort des Verschwindens berechnen kann. Obwohl die wissenschaftliche Thematik hoch komplex ist, schafft es das Team um den Mathematiker Dr. Guillaume Jouvet, die Geschichte im Stil einer Nachrichtensendung anschaulich zu erzählen und dem Zuschauer spannende Einblicke in den Forschungsprozess zu ermöglichen. Preisgeld 3.000 Euro

2. Platz: Muscle Soreness/Muskelkater Explained

Zwei Studentinnen rennen von der Slowakei bis nach Österreich, um ein Video über Muskelkater zu produzieren? So ist es! Für diese körperliche Leistung gibt es natürlich keinen Preis. Wohl aber für ein Webvideo, das ein wissenschaftliches Thema stringent mit Charme und Witz zu erzählen vermag: „Muscle Soreness/Muskelkater Explained“ von Magda und Zuzanna Marečková, die an der University of Edinburgh Reproductive Biology bzw. an der University of St. Andrews Sustainable Development studieren. Das Video begnügt sich nicht mit der bloßen Erklärung der aktuellen Erkenntnisse zu den Ursachen von Muskelkater. Die beiden Videomacherinnen dringen in dem Video in die kleinsten Muskelfasern ein, erklären die darin stattfindenden biochemischen Prozesse und geben nützlich Alltagstipps, wie man Muskelkater bekämpfen und sogar vermeiden kann. Preisgeld 2.000 Euro

3. Platz: Von der Natur lernen

Auch wer ganz kleine Tierchen anschaut und ganz kleine Oberflächenstrukturen untersucht, kann ganz große Entdeckungen machen. Wie das Team um den Ingenieur Dr. René Hensel aus dem interdisziplinären Bionikprojekt vom Leibniz-Institut für Polymerforschung und vom Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien: Die Forscher sind wenige Millimeter großen Sechsfüßlern aus dem Waldesboden auf den Pelz gerückt, den sogenannten Springschwänzen. Sie konnten nachweisen, dass ihre Haut Flüssigkeiten allein aufgrund ihrer räumlichen Struktur Flüssigkeiten wie Wasser und Öl abweist. Ihr Video „Von der Natur lernen“ nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise vom Wald ins Labor hin zu Wabenstrukturen im Nanometerbereich und lässt ihn aktuelle Forschungsprozesse der Bionik hautnah erleben. Preisgeld 1.000 Euro

>>Kategorie Scitainment

Wissenschaft ist spannend, sensationell, macht Spaß und begeistert. Webvideos, die diese Botschaft vermitteln, gehören in die Kategorie Scitainment. Hier ist alles erlaubt, was unterhält und trotzdem aktuelle Wissenschaft und Forschung vermittelt.

1. Platz: Teilchenzoo - Auf den Spuren von Higgs, Quarks und Photonen

Woraus besteht eigentlich unsere Welt? Na, aus vielen verschiedenen Teilchen! Elementarteilchen, um genau zu sein. Licht ins Dunkel der Teilchenmaterie bringt der Doktorand Marc Wenskat vom Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) dem Gewinnervideo. Mit Legosteinen, Matrjoschka-Puppen, einer exzellenten Bildsprachen und äußerst verständlichen Erklärungen widmet er sich mit Begeisterung Higgs, Quarks und Photonen und transportiert dabei vor allem eines: Forschung, insbesondere Teilchenphysik, macht einfach jede Menge Spaß. Preisgeld 3.000 Euro

2. Platz: Rosetta - Fabulous fables and tales of tails

„Touchdown! My new address: 67P!” twitterte jüngst Philae, der erste Roboter überhaupt, dem es gelang  auf einem Kometen zu landen. Das Video „Rosetta – The fabulous fables and tales of tails” der European Space Agency (ESA) erzählt ein Stück brandaktueller Raumfahrtgeschichte. Die Protagonisten der liebevollen Animation sind das Raumschiff Rosetta und der Landungsroboter Philae, die sich vor über zehn Jahren auf große Mission ins All begeben. Dabei blicken sie gemeinsam auf ihre Ahnen zurück: Raumsonden, die sich einst wie sie auf den Weg machten, um Himmelskörper zu fotografieren und zu erforschen. Das Video des Teams um den Crossmedia-Spezialisten Sebastian Marcu überzeugt nicht allein aufgrund seiner wissenschaftlichen Relevanz. Es vermag, die Zuschauer durch erzählerischen Charme und großartige Gesamtkomposition durchweg in seinen Bann zu ziehen. Preisgeld 2.000 Euro

3. Platz: Wie man sich unsichtbar macht

„Wie man sich unsichtbar macht“ ist eine Frage, die die Menschheit nicht erst seit Harry Potter beschäftigt. In seinem gleichnamigen Zeichen-Video erklärt Leon Baar anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse, wie es gelingen könnte, jemanden komplett unsichtbar zu machen. Der Schüler betreibt bereits seit seinem sechzehnten Lebensjahr den YouTube-Kanal „100SekundenPhysik“, der mit rund 130.000 Abonnenten zu den größeren deutschsprachigen Angeboten gehört. Sein Video zur Unsichtbarkeit hat neben der Jury vor allem das YouTube-Publikum begeistert – die Kommentare und Mag-Ichs sprechen für sich. Preisgeld 1.000 Euro

>>Community Award

Ihr seid die Jury! So lautet das Motto des diesjährigen Community Awards. Denn bei diesem Publikumspreis werden eure Lieblingsvideos gekürt. Vom 12. Oktober bis 12. November 2014 hat die YouTube-Community gevotet und kommentiert, was das Zeug hält und das sind die glücklichen Gewinner.

1. Platz: Wie man sich unsichtbar macht

„Wie man sich unsichtbar macht“ ist eine Frage, die die Menschheit nicht erst seit Harry Potter beschäftigt. In seinem gleichnamigen Zeichen-Video erklärt Leon Baar anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse, wie es gelingen könnte, jemanden komplett unsichtbar zu machen. Der Schüler betreibt bereits seit seinem sechzehnten Lebensjahr den YouTube-Kanal „100SekundenPhysik“, der mit rund 130.000 Abonnenten zu den größeren deutschsprachigen Angeboten gehört. Sein Video zur Unsichtbarkeit hat neben der Jury vor allem das YouTube-Publikum begeistert – die Kommentare und Mag-Ichs sprechen für sich. Preisgeld 500 Euro

2. Platz: Von der Natur lernen

Auch wer ganz kleine Tierchen anschaut und ganz kleine Oberflächenstrukturen untersucht, kann ganz große Entdeckungen machen. Wie das Team um den Ingenieur Dr. René Hensel aus dem interdisziplinären Bionikprojekt vom Leibniz-Institut für Polymerforschung und vom Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien: Die Forscher sind wenige Millimeter großen Sechsfüßlern aus dem Waldesboden auf den Pelz gerückt, den sogenannten Springschwänzen. Sie konnten nachweisen, dass ihre Haut Flüssigkeiten allein aufgrund ihrer räumlichen Struktur Flüssigkeiten wie Wasser und Öl abweist. Ihr Video „Von der Natur lernen“ nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise vom Wald ins Labor hin zu Wabenstrukturen im Nanometerbereich und lässt ihn aktuelle Forschungsprozesse der Bionik hautnah erleben. Preisgeld 300 Euro

3. Platz: Muscle Soreness/Muskelkater Explained

Zwei Studentinnen rennen von der Slowakei bis nach Österreich, um ein Video über Muskelkater zu produzieren? So ist es! Für diese körperliche Leistung gibt es natürlich keinen Preis. Wohl aber für ein Webvideo, das ein wissenschaftliches Thema stringent mit Charme und Witz zu erzählen vermag: „Muscle Soreness/Muskelkater Explained“ von Magda und Zuzanna Marečková, die an der University of Edinburgh Reproductive Biology bzw. an der University of St. Andrews Sustainable Development studieren. Das Video begnügt sich nicht mit der bloßen Erklärung der aktuellen Erkenntnisse zu den Ursachen von Muskelkater. Die beiden Videomacherinnen dringen in dem Video in die kleinsten Muskelfasern ein, erklären die darin stattfindenden biochemischen Prozesse und geben nützlich Alltagstipps, wie man Muskelkater bekämpfen und sogar vermeiden kann. Preisgeld 200 Euro

>>Super Fast

Ein Wettbewerb im Wettbewerb: Die Super Fast Videos wurden zum vorgegebenen Thema "FAIL in der Wissenschaft" produziert. Die besondere Herausforderung: Die Produktionszeit ist begrenzt auf 48 Stunden. Startschuss war der 6. August 2014.

1. Platz: Faule Muskeln

"Faule Muskeln" sind Super Fast - zumindest wenn der Kommunikator David Peter und sein Team vom Institut für Organische Chemie der Johannes Gutenberg Universität Mainz zu diesem Thema ein Video produzieren. In ihrem Video erzählt der Protagonist und Forscher Prof. Rudolf Zentel sympathisch und authentisch von einem missglückten Experiment und wirft dabei die Frage auf: "Was tun als Forscher, mit wissenschaftlichen FAILs?" Publizieren natürlich - beispielsweise im "Journal of Unsolved Questions". Bei dieser stringent und amüsant erzählten Geschichte gerät die Tatsache, dass wir es hier mit brandaktueller Forschung an künstlichen Muskeln zu tun haben, fast zur Nebensache. Preisgeld: 500 Euro

2. Platz: Transferring Data...

Das Team um den Astrophysiker Dr. Pablo Rosado vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) blicken mit ihrem Video "Transferring data..." auf die größten wissenschaftlichen FAILs der Wissenschaftsgeschichte. Protagonist, der Cyborg Tom, ist darauf programmiert, die Quellen für wissenschaftliche Fehlleistungen zu finden und auszulöschen. Tom gehört zu der Klasse fortgeschrittenen Humanoiden und jedes seiner Updates erhöht seine Menschlichkeit. Die Ironie des Videos liegt im Suchergebnis des Cyborgs: „Science does not fail. It is humans that always provoke fails.” Preisgeld: 300 Euro

3. Platz: Communicating research - what could possibly go wrong?

Open Access, Open Science, Open Source - das Team von WikiProject Open Access um den Biophysiker Dr. Daniel Mietchen liegt mit ihrem Video über die wissenschaftliche Publikationskultur voll im Trend aktueller Debatten: Communication Research - What could possibly go wrong? überzeugte die Jury vor allem deshalb, weil seine Kernaussage, dass Fehler zum wissenschaftlichen Prozess dazugehören und transparent kommuniziert werden sollten, auch filmisch vermittelt wurde. Denn: Der Stil dieses Plädoyers für Open Access lässt deutliche Bezüge zum Editiermodus bei Wikipedia erkennen. Preisgeld: 200 Euro

 

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