Hochschulwettbewerb 2013

 

Gewinner 2016

Die besten Wissenschaftsvideos

 

Wie Kinder mit Migräne umgehen können, Unternehmen soziale Probleme lösen und wie Plastikmüll unsere Umwelt verschandelt – auch in diesem Jahr wird beim Fast Forward Science wieder Wissenschaft im Webvideoformat ausgezeichnet.

Aus 116 Einreichungen hat eine Jury die Preisträgerinnen und Preisträger in drei Kategorien gewählt. Zudem wurde gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erstmals der Spezialpreis MeerWissen für Jugendliche vergeben. Und natürlich durfte auch das YouTube-Publikum seine eigenen Favoriten mit Community Awards auszeichnen. Klickt euch jetzt durch die Gewinner! 

>> Substanz

>> Scitainment

>> Vision

>> DFG-Spezialpreis MeerWissen

>> Community Award

>> Super Fast 

>> Kategorie SUBSTANZ

In der Kategorie Substanz geht es um die Inhalte. Komplexe wissenschaftliche Themen werden hier verständlich und durchaus unterhaltsam erklärt. Dabei sind die Teilnehmer frei in der Themenwahl und dem Stil ihres Webvideos.

1. Platz: Migräne? Hab ich im Griff!

Es gibt Kopfschmerzen und es gibt Kopfschmerzen. Das weiß jeder, der schon einmal eine Migräneattacke durchlebt hat. Aber was ist Migräne? Und wie können betroffene Kinder damit umgehen? Diese Fragen diskutiert „Migräne? Hab ich im Griff!“ vom Team um Prof. Dr. Boris Zernikow vom Deutschen Kinderschmerzzentrum, mit liebevollen Animationen des ehemaligen Fix und Foxi Chef-Zeichners Bone Budrus.

2. Platz: Attention Schema Theory

Wie verarbeitet unser Gehirn Reize? Wie beeinflusst die im Lauf der Evolution entwickelte Zusammenarbeit der Menschen unsere Wahrnehmung? Und warum kann das Gehirn zwischen uns und anderen unterscheiden? Mit wissenschaftlicher Unterstützung aus der Charité in Berlin, erklärt David Peter von Peter & Partner aus Mainz, wie das menschliche Selbst-Bewusstsein funktioniert.

3. Platz: Gravitationswellen erklärt

Gravitationswellen? Bei einem so komplexen Thema kann man schon mal einen Knoten im Kopf bekommen. Vorbeugend sollte man sich BYTEthinks Video Gravitationswellen erklärt” anschauen. Der ScienceTuber Finn erklärt darin durch Vergleiche und Animationen anschaulich, was Gravitationswellen sind und weshalb sie wichtig sind. 

>> Kategorie SCITAINMENT

Unterhaltsamkeit wird in dieser Kategorie groß geschrieben, denn ein bißchen Spaß muss schließlich auch sein. Das Wissenschaft und Forschung bei Weitem nicht immer trocken und gesetzt daher kommen müssen, zeigen die Gewinnervideos aus diesem Jahr mehr als deutlich.  

1. Platz: Trust me I’m a Scientist

Mai-Thi Nguyen Kim vom YouTube-Kanal The Secret Life of Scientists hat sich vorgenommen, unser Bild vom Wissenschaftler auf den Kopf zu stellen. In „Trust me I’m a Scientist" zeigt die Doktorandin Forscher jenseits des Klischees vom verkopften Schreibtischtäter: beim Schnapstrinken aus Reagenzgläsern, in Sportkleidung und lachend im Labor. Ihr Plädoyer: Man muss Forscher einfach nur besser kennenlernen, dann wächst auch das Vertrauen in die Wissenschaft.

2. Platz: Gefangen im Blitzeis

Wenn sich ein Naturwissenschaftler einen italienischen Kriegsroman vorknöpft, dann nicht, um die Handlung zu interpretieren. In „Gefangen im Blitzeis?!” des YouTube Kanals Terra X Lesch + Co vom ZDF geht es um eine unglaubliche Szene aus Kaputt von Curzio Malaparte: Russland, im Winter 1941/42. Die deutschen Truppen fliegen Luftangriffe und lösen einen Waldbrand aus. Dadurch aufgescheucht, flieht eine Herde Pferde in einen See. Allerdings gefriert das Wasser, kaum haben die Tiere es berührt. Kann die Physik erklären, wie es dazu kommen konnte, dass die Pferde gefangen im Eispanzer sind?

3. Platz: Magnetismus hoch 4

Magnetismus hoch 4" ist ein gemeinsames Physikdidaktik-Projekt von Daniel Laumann, von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Illustrator Matthias Ries  aus Hamburg. Die beiden zeigen unterhaltsam, was alles passieren könnte, würde man das Magnetfeld der Erde um ein Vielfaches verstärken.

>> Kategorie VISION

In der Kategorie Vision dreht sich alles um die Zukunft! Wir wollen heute schon wissen, was morgen von Bedeutung sein wird. Was wird sich ändern in unserer Kommunikation, der Fortbewegung, der digitalen Welt? Welche technologi­schen und gesellschaftlichen Entwicklungen haben das Potenzial, unser Leben positiv zu verän­dern?

1. Platz: Virtual Insanity

Virtual Reality Brillen, Drohnen, Elektroautos – leben wir eigentlich schon in der Zukunft? In Virtual Insanity zeigt der Berliner Architektur-Student und Videokünstler Adam Maj, wie sich durch smarte Technologien unsere Wahrnehmung und unser Zugang zu Wissen verändern. Sein Video nimmt uns mit auf eine architektonische Recherchereise durch Berlin. Digitale Informationscluster können dabei nach Bedarf eingeblendet werden und wenn es sein muss, ist es sogar möglich aus der Tür des Grimm-Zentrums in Berlin-Mitte direkt in den Schlosspark Sanssouci zu treten.

2. Platz: Kerzenwachs-Rakete

Mit dem Semesterticket ins All fliegen? Bremer Studierende arbeiten zusammen mit dem ZARM, dem Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation der Universität Bremen, daran, dass dieser Traum Wirklichkeit wird. Dabei rütteln sie in dem sehr unterhaltsamen Video von Science Cliption an den Mythen der Raumfahrt. Kerzenwachs und Flüssigsauerstoff sollen die Rakete mehrere Kilometer in die Höhe transportieren und das sogar umweltfreundlich, ressourcenschonend und ohne große Explosion.

3. Platz: Little Green Bags: Was ist echte unternehmerische Nachhaltigkeit?

Unternehmen als Retter der Welt? Das vielleicht nicht, auch wenn sie sich manchmal gerne selbst so inszenieren. Dennoch: Im 21. Jahrhundert entstehen, wie Schweizer Ökonomen in diesem Video der Kommunikationsagentur Zense zeigen, neue Nachhaltigkeitsmodelle für Unternehmen. Durch Animationen und kurze gefilmte Sequenzen fächern die Ökonomen ein Spektrum auf, das von einer rein wirtschaftlichen Orientierung – der Nachhaltigkeit 0.0 – bis zu den Social Entrepreneurs der Nachhaltigkeit 4.0 reicht.

>> DFG-Spezialpreis MeerWissen

Erstmals gab es in diesem Jahr einen eigenen Spezialpreis, ausschließlich für Jugendliche. Gemeinsam mit der  Deutschen Forschungsgemeinschaft haben wir Schülerinnen und Schüler aufgefordert, ihre Gedanken und ihr Wissen zu dem Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane in einem Webvideo zu verpacken.

1. Platz: Kein Plastik Meer!

Nicht alle Spuren des Menschen lassen sich so leicht fortwaschen wie ein Fußabdruck im Sand. Das zeigt Tobias, der im Sommer 2016 sein Abitur gemacht hat, in „Kein Plastik Meer!“. Im Biosphärenreservat Rügen hat er Plastikflaschen, Tüten und andere Hinterlassenschaften von Menschen aufgenommen und zu einer Videocollage zusammengestellt. Durch den Wechsel zwischen Nahaufnahmen von Mikroplastik und dem Blick aus dem All unterstreicht das Video, dass Plastikmüll auf einem umfassend vernetzten Planeten auch ein globales Problem ist. 

2. Platz: Rohstoffförderung im Meer

Rohstoffförderung im Meer: angefangen bei Erdöl über Manganknollen, Kobaltkrusten bis hin zu Massivsulfide, lagern viele natürliche Ressourcen auf und unter dem Meeresgrund. Anschaulich und verständlich erklärt Max auf seinem YouTube Kanal Wissensreaktor, wie diese Fördertechniken funktionieren, wozu diese Rohstoffe genutzt werden und warnt zugleich vor ökologischen Risiken.

3. Platz: Warum schmecken Salzwasserfische eigentlich nicht salzig!?

„Warum schmecken Salzwasserfische eigentlich nicht salzig?” – eine ganz alltägliche Frage, deren Beantwortung dennoch nicht trivial ist. In bester Wissen-macht-Ah-Anmutung erklärt uns die junge Schülerin Lilith in ihrem Wettbewerbsbeitrag warum Süßwasserfische nicht trinken, was eine Osmoregulation ist und natürlich warum Salzwasserfische nicht salzig schmecken.

>> Community Awards

Die Community Awards werden durch die YouTube-Gemeinschaft vergeben – denn hierfür zählen wir alle Likes und Kommentare, die zwischen dem 4. und dem 31. Oktober auf YouTube für die Finalistenvideos abgegeben wurden. Die drei Webvideos, die während des Online-Votings die meisten User-Reaktionen sammeln konnten, haben nun gewonnen.

1. Platz: Diamanten verbrennen! Für die Wissenschaft!

Was macht ein ScienceTuber aus einem Diamanten? Bestimmt keinen Schmuck. In seinem Wettbewerbsbeitrag “Diamanten verbrennen! Für die Wissenschaft!” zerschlägt der YouTuber Techtastisch Industriediamanten mit dem Hammer. YouTuber Humor? Mag sein. Wissenschaftlich fundiert wird hier erklärt, wie es um Härte und Hitzebeständigkeit von Diamanten bestellt ist und woraus diese eigentlich bestehen.

2. Platz: Wie sieht die Zukunft aus?

Hellseherische Fähigkeiten hat sich bestimmt jeder schon einmal gewünscht. Nur, wie die Zukunft aussieht, diese Frage können wir eigentlich nicht beantworten. Doch unsere Vorstellungen von der Zukunft beeinflussen, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt. Der YouTuber Doktor Whatson geht dem in seinem assoziativen Webvideo-Essay nach und stellt dabei Fragen, statt fertige Antworten vorzusetzen.

3. Platz: Gravitationswellen erklärt!  

Gravitationswellen? Bei einem so komplexen Thema kann man schon mal einen Knoten im Kopf bekommen. Vorbeugend sollte man sich BYTEthinks Video Gravitationswellen erklärt” anschauen. Der ScienceTuber Finn erklärt darin durch Vergleiche und Animationen anschaulich, was Gravitationswellen sind und weshalb sie wichtig sind. 

>> SUPER FAST: 48h Bauchgefühl

Das Thema des diesjährigen Super Fast war BAUCHGEFÜHL. Die Videomacher hatten genau 48h Zeit, um eine Idee zu entwickeln, das Storyboard zu schreiben, zu drehen, schneiden und das Video einzureichen. Insgesamt neun Teams haben sich der Herausforderung gestellt und hier sind die drei Gewinner:

1. Platz: Unser zweites Gehirn

Finn Dohrn vom YouTube-Kanal BYTEthinks erklärt in seinem liebevoll animierten Video, dass der Bauch nicht nur Sattheit oder Hunger melden kann, sondern zu einem entscheidenden Teil auch unsere Gefühle steuert. Der Darm als zweites Gehirn quasi! Wie genau Darm und Gehirn miteinander kommunizieren und welche Behandlungsmöglichkeiten sich hieraus bspw. für das Reiz-Darm-Syndrom ableiten lassen, schildert BYTEthinks nicht nur äußerst unterhaltsam sondern auch sehr fundiert.

2. Platz: Bauch vs. Hirn

Banane – Apfel. Apfel – oder doch lieber die Banane? Manchmal ist es gar nicht so einfach, eine schnelle Entscheidung – einfach so aus dem Bauch heraus – zu treffen. David Peter von Peter&Partner zeigt, dass das Bauchgefühl gerade bei unzureichenden oder zu vielen Informationen eine schnelle und effiziente Entscheidung bieten kann. Diese empfiehlt sich selbstverständlich jedoch nicht in allen Lebenslagen. Und manchmal hat es das Bauchgefühl auch gar nicht so leicht, sich dem der Rationalität gegenüber durchzusetzen. 

3. Platz: WWAS - Folge 24: Das Bauchgefühl in den Zeiten der Cholera

„Nichts macht so sehr Bauchgefühl wie die Cholera.“ Mit trockenem Humor, anschaulichen Vergleichsmitteln und Erdnuss-Animationen zeigt der Wissenschaftsjournalist Lars Fischer, dass die Cholera keine alte Geschichte ist, sondern auch im Jahr 2016 noch immer hochaktuell. Die Zahl der Todesfälle welche durch Cholera bedingt sind, ist noch immer alarmierend hoch. Lars Fischer gibt in sechs Minuten einen Überblick über die Geschichte der Cholera, dem Krankheitsverlauf und möglichen Behandlungsmethoden. Ganz nebenbei war dieses Video übrigens mit einer Einreichung sechs Stunden nach Themenbekanntgabe, der schnellste Wettbewerbsbeitrag in der Geschichte der Super Fast 48h-Challenge.

 

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